Informationen über Aktivitäten

Plakatausstellung im Museum

In der Zeit vom 29.09. bis 19.10.2018 findet in Museum für Galvanotechnik in Leipzig eine Plakatausstellung statt. Die genauen Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte dem angehängten Plakat.

Der Verein „plakat-sozial“ mit dem es schon einmal eine erfolgreiche Ausstellung im Museum gab, hat aus über 700 Einsendungen aus 35 Ländern eine Auswahl von 89 Plakaten getroffen, die im Museum unter dem Thema

„Demokratie – vor allem!“

gezeigt werden.

Gleichzeitig besteht natürlich die Möglichkeit, zu diesen Öffnungszeiten unser Museum zu besichtigen. Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.


ZVO-Oberflächentage Leipzig 19. – 21.09.2018, Ausstellungen des Vereins Deutsches Museum für Galvanotechnik e. V.

Der Verein Deutsches Museum für Galvanotechnik e. V. (VDMG e. V.) beteiligt sich an den diesjährigen ZVO-Oberflächentagen mit zwei Sonderausstellungen am Programm und will die Vertreter der Branche damit, neben seinen Angeboten direkt im Museum, auf die Aktivitäten des VDMG e. V. aufmerksam machen.

Zum einen werden im Rahmen der Ausstellung „Werbung im Wandel der Zeit“ Werbeanzeigen aus den Jahren 1881 bis 2010 als Poster in A1-Format-Größe gezeigt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Werbung stark und es entwickelte sich die Zielgruppen-Werbung. Die Ausstellung belegt, dass auch in der Galvanotechnik diese Zielgruppen-Werbung Einzug hielt. Einige Firmen, die mit diesen Werbeanzeigen für ihre Produkte werben, sind auch heute noch am Markt tätig. Der VDMG e. V. denkt, es ist spannend zu sehen, welche Produkte in der genannten Zeiten und wie beworben wurden sowie auch der Vergleich zu heutigen Werbeanzeigen.

Die zweite Ausstellung steht unter dem Thema „ Stromversorgungstechnik für die Galvanotechnik in der Entwicklung“. Hier wird anhand von Exponaten, die im Bestand des Museums für Galvanotechnik sind, die Entwicklung der Stromversorgungstechnik dargestellt. Exponate wie, die Voltaschen Säule, die erste brauchbare kontinuierliche Gleichstromquelle, das Bunsenelement, das von der Zeit seiner Erfindung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die leistungsfähigste Gleichstromquelle für die Galvanotechnik war, die Dynamomaschine von Werner von Siemens bis zu den verschiedenen Gleichrichtertypen (Selen, Silizium), können von den Teilnehmern der Veranstaltung besichtigt werden. Auch die aktuellste Entwicklung auf dem Gebiet des Gleichrichterbaus – die Schaltnetztechnik – ist Bestandteil der Ausstellung.  Außer den gezeigten Exponaten hat das Museum weitere Stromgeneratoren und Gleichrichter, die aufgrund ihrer Größe nicht im Rahmen dieser Präsentation gezeigt werden können, im Bestand.  Die Exponatbeschreibungen liefern interessante Details zur Entwicklung der Stromversorgungstechnik in der Galvanotechnik.

Des Weiteren wird der VDMG e. V. in einem Impulsvortrag (Donnerstag, 20.09.2018 9.00 Uhr) seine Zielstellungen, die nicht nur Bewahren, sondern insbesondere auch die Ausrichtung auf die Gegenwart und die künftige Entwicklung der Galvanotechnik beinhalten, präsentieren.


Tag der Industriekultur 2018

Am 25.08.2018 nimmt der Verein Deutsches Museum für Galvanotechnik e. V. Leipzig nunmehr zum 6. Mal am Tag des Industriekultur Leipzig teil. Über die organisatorischen Details und das umfangreiche Programm informieren Sie sich bitte im Flyer, den Sie bei uns HIER als PDF herunterladen können.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen  eine interessante Veranstaltung


ZVO übernimmt ideelle Trägerschaft für den Verein

Der Vorstand des ZVO hat am 12. Juni 2018 die ideelle Trägerschaft für das Deutsche Museum für Galvanotechnik ohne finanzielle Verpflichtungen des ZVO befristet bis Ende 2019 einstimmig befürwortet.

Verbunden mit dieser Entscheidung ist die Erwartung des ZVO-Vorstandes, dass der VDMG-Vorstand einmal jährlich dem ZVO-Vorstand über die Entwicklung des Galvanomuseums berichtet. Der ZVO-Vorstand wird Verlängerungen der ideellen Trägerschaft von der Entwicklung des Galvanomuseums abhängig machen. Ferner hat der VDMG-Vorstand, entsprechend der Grundsatzentscheidung des Landes Sachsens, dafür Sorge zu tragen, dass sich die Ausrichtung des Galvanomuseums verstärkt auf die Gegenwart und zukünftige Entwicklung der Galvanotechnik fokussiert. Eine ausgeglichene Haushaltslage des Vereins sowie die Modernisierung des Galvanomuseums im Rahmen seiner Möglichkeiten sind ebenfalls an künftige Verlängerungen der ideellen Trägerschaft geknüpft. Eine erste Berichterstattung ist für das 2. Quartal 2019 vorzusehen.

Gleichzeitig hat der ZVO-Vorstand ein Leitbild für das Deutsche Museum für Galvanotechnik entworfen, welches wie folgt aussieht:

Das Deutsche Galvanomuseum in Leipzig ist das weltweit einzige Museum, welches die Geschichte der Galvanotechnik bewahrt und ausstellt. Basierend auf dieser Vergangenheit stellt das Deutsche Galvanomuseum eine außerschulische Bildungsstätte insbesondere für Schulen der Sekundärstufen I und II der Stadt Leipzig und des Landes Sachsen dar, in der Wissen und Funktionsweisen der Galvanotechnik als Schlüsseltechnologie für nahezu alles Wirtschafts- und Lebensbereiche in Theorie und Praxis vermittelt werden. Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. unterstützt das Deutsche Museum in seinen Zielen und seinem Wirken durch seine ideelle Trägerschaft.

Der Vorstand des VDMG begrüßt die Entscheidung des ZVO-Vorstandes, die ideelle Trägerschaft zu übernehmen und wird alles daransetzen, die an die ideelle Trägerschaft geknüpften Bedingungen zu erfüllen.


Jugendliche des Kantgymnasiums Leipzig besuchen unser Museum
Am 12. Juni besuchten uns in zwei Gruppen 48 Jugendliche (11. Klasse) und zwei Lehrer des Kantgymnasiums Leipzig im Museum. Wie immer bei solchen Besuchen wurden sie zu Beginn mit einem Vortrag „Was ist Galvanotechnik“ in die Geheimnisse der Galvanotechnik eingeweiht. Danach konnten sie live erleben, wie verkupferte Münzen vergoldet werden und Jeder konnte eine solche Münze mit nach Hause nehmen. Abschließend erfolgte ein Rundgang durch das Museum, um ihnen die Vielfältig dieser wenig bekannten Technik nahe zu bringen.

Für Lehrer und Schüler waren es interessante zwei Stunden, die einen Beitrag zum Chemieunterricht im Fach Elektrochemie gaben, wofür man sich herzlich bedankte.


Tag der Industriekultur 2017

Bereits zum fünften Male beteiligte sich der Verein Deutsches Museum für Galvanotechnik e. V. (VDMG) mit einem ansprechenden und vielseitigen Programm an den Tagen der Industriekultur in Leipzig. Die Organisatoren konnten am 12.08.2017 87 Besucher begrüßen und waren besonders darüber erfreut, dass das Museum für Galvanotechnik steigenden Zuspruch durch interessierte Besucher nicht nur aus dem Bereich Oberflächentechnik erfährt. Besonders erfreut waren die Veranstalter, dass der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Dr. Volker Rodekamp, und Dr. Dirk Schaal von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur) dem Museum einen Besuch abstatteten.

Zum Beginn der Veranstaltung begrüßte Thilo v. Vopelius, 1. Vorsitzender des VDMG, die zahlreich erschienenen Gäste und Dr. Ulrich Vieweger, 2. Vorsitzender des VDMG, stellte Band I der Chronik „Leipzig – Die Wiege der Galvanotechnik in Deutschland“ vor. Dieser Band I beinhaltet die Chronik der Firmen von Wilhelm Pfanhauser Wien 1873 bis 1907 und Dr. Georg Langbein Leipzig 1881 bis 1907 und wird zu einem Preis von 95,00 € über den Museumsshop vertrieben. Autor dieser Chronik ist Dr. Vieweger.

Das Programm beinhaltete drei Vorträge zu sehr unterschiedlichen Themen des Gebietes Oberflächentechnik. Joachim Knop, plating electronic GmbH, gab einen historischen Abriss zur Entwicklung der Stromversorgungstechnik für galvanische Prozesse bis zu den heute Verwendung findenden Gleichrichtern.

Die Stromversorgungstechnik hatte ihre Anfänge im Jahre 1799 mit der Entwicklung der Volta’schen Säule, die Vorgängerin der heutigen Batterie. 1841 folgte Robert Wilhelm Bunsen mit der Entwicklung des Bunsenelements, der wichtigsten Gleichstromquelle bis zur Einführung der Dynamomaschine. 1866 entwickelte Ernst Werner v. Siemens die Dynamomaschine und schuf damit eine leistungsstarke Stromerzeugungsquelle für die Galvanotechnik. Weiter ging die Entwicklung mit dem Bau der ersten Drehstromtransformatoren durch die AEG in der noch heute üblichen Dreischenkelform. Das war die Voraussetzung für eine zentrale Energieversorgung sowie die Möglichkeit zur Potentialtrennung vom Netz und die Anpassung der Badspannung an den Prozess. Um 1930 erfolgte die Einführung der Selengleichrichter ohne rotierenden Umformer zur Gleichstromerzeugung. Bis ca. 1980 waren Selen-Gleichrichter für luft- und ölgekühlte Gleichrichter im Einsatz. Die Selen-Gleichrichter waren robust und überlastfähig, jedoch traten durch die Alterung steigende Wärmeverluste auf.

Knop erläuterte im weiteren Verlauf des Vortrags anhand zahlreicher Folien Gleichrichter in Stelltransformator-Technologie mit Selen- oder Silizium-Gleichrichtung, thyristorgeregelte Gleichrichter, Pulse-Reverse-Stromquellen sowie die Schaltnetzteil-Technologie bis hin zu den aktuellen Gleichrichter-Technologieentwicklungen. Wir unterscheiden heute zwischen motorisch- und elektronisch geregelten Gleichrichtern. Hauptsächlich werden drei Arten von Gleichrichter-Technologien eingesetzt. Das sind: Stelltransformatoren, Thyristoren und Schaltnetzteile. Je nach Einsatzort wird die Art der Kühlung gewählt: Öl-Kühlung, Öl-Wasser-Kühlung, Luft-Kühlung und Wasser-Kühlung. Die heutigen Technologien unterscheiden sich in den technischen Spezifikationen, im Platzbedarf, im Regalverhalten, in der Servicefreundlichkeit, der Restwelligkeit, im Schutzgrad gegen Verschmutzung und Korrosion sowie vor allem im Energieverbrauch. Um Gleichrichter für die Oberflächentechnik optimal zu bestimmen, sollten diese wesentlichsten Kriterien beachtet und daraus gezielt Schutzgrad und Technologie für die Anwendung ausgewählt werden. Dabei ist jeder Anwender gefragt, denn es gibt nicht den Gleichrichter, aber immer eine optimale Lösung.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Herrn Knop für seinen gut recherchierten und dargebotenen Vortrag.

Im nächsten Vortrag gab Marion Regal, Schatzmeisterin des Vereins, die Antwort auf die Frage: „Was die Herstellung von Schallplatten mit Vätern, Müttern und Söhnen zu tun hat“.Die Schallplatte feiert in diesem Jahr ihren 130. Geburtstag und feiert aktuell eine Wiedergeburt, denn die Produktionszahlen steigen seit drei Jahren kontinuierlich. Beispielsweise stieg von 2015 zu 2016 die Produktion von Schallplatten um 48% von 2,1 auf 3,1 Mio. Stück. Unter Experten gibt es einige Theorien, warum es gerade jetzt zur Wiederbelebung der Schallplatte kommt; unter DC’s ist sie ja nie ganz weg gewesen. Eine Erklärung könnte die Sehnsucht nach Entschleunigung sein.

Regal zeigte im Weiteren den Entwicklungsweg der Schallplatte auf. Im Jahre 1887 gelang es, Emil Berliner auf galvanoplastischem Weg ein Zink-Positiv herzustellen. Das bezeichnet man als die Geburtsstunde der Schallplatte. Wesentliche Meilensteine auf dem Entwicklungsweg waren 1896 der Beginn der Herstellung von Schellackplatten, 1925 die Entwicklung des elektrischen Aufnahmeverfahrens und 1930 die Entwicklung der Vinyl-Schallplatte, die jedoch erst Ende der 50iger Jahre die Schellackplatte in Deutschland ablöste.

Die Referentin führte weiter aus: Zur Herstellung von Schallplatten gibt es zwei Technologien, womit sie sich der Beantwortung der Frage im Vortragsthema näherte. Nach Technologie I wird eine Aluminium-Scheibe mit Polyvinyl-Acetatlack überzogen, in die mit dem Schneidstichel die Toninformation geschnitten wird. Damit liegt die Masterfolie vor. Die Masterfolie wird mittels Silber leitend gemacht und danach wird versilberte Masterfolie dick vernickelt. Die Nickelschicht wird abgezogen und man erhält den „Vater“ (Negativ). Durch Vernickelung des Vaters wird ein Positiv erzeugt, die „Mutter“. Die eigentlichen Pressmatrizen sind die „Söhne“ (Negativ), die wiederum durch Vernickelung hergestellt werden. Diese Pressmatrizen = Söhne gehen dann zum Presswerk und daraus werden Vinyl-Schallplatten mit den erforderlichen Auflagen gepresst; also ein sehr aufwendiger Prozess.

Um den Umweg über „Väter“ und „Mütter“ zu vermeiden, wurde Anfang der 80iger Jahre von Teldec das DMM-Verfahren (Direct Metal Mastering) entwickelt. DMM ist das Warenzeichen der ehemaligen Schallplattenfirma Teldec und war bei seiner Einführung eine Revolution in der Schallplattenherstellung. Als Grundmaterial wird hier eine Edelstahlscheibe eingesetzt, die mit einer Schichtdicke von 100 bis 150 µm verkupfert wird. Das ist die DMM-Masterfolie (Positiv). Diese wird vernickelt und so entstehen die „Söhne“, die als Negative zum Presswerk zur Herstellung der Vinyl-Schallplatten gehen. Wesentliche Vorteile dieses Verfahrens sind der Zeitgewinn, die Kosteneinsparung sowie weisen die nach dem DMM-Verfahren produzierten Schallplatten weniger Nebengeräusche auf und haben keine störenden Vorechos. Von manchen wird als Nachteil betrachtet, dass die Rillentiefe etwas flacher ist und damit die hergestellten Schallplatten einen Tick leiser sind. Beide Technologien werden in der Praxis noch eingesetzt. Je nach Historie, technischer Voraussetzungen und Auffassung des entsprechenden Schneidstudios wird die eine oder andere Technologie verwendet. Wenn die Voraussetzungen – ausreichend qualitativ einwandfreie Kupfer-Blanks – da wären, würde das DMM-Verfahren bei weiteren Schneidstudios zum Einsatz kommen. Dazu kommen noch weitere Schwierigkeiten in der Wertschöpfungskette der Vinylplatte, die u. a. darin begründet sind, dass Schneid- und Pressmaschinen nicht weiter entwickelt wurden und Erfahrungsträger in allen Bereichen fehlen. Die Branche ist sich dessen bewusst und hat einige Aktivitäten eingeleitet, damit der aktuelle Boom nicht schnell wieder abebbt.

Der Einsatz von Leichtbaumetallen ist in vielen Industriezweigen gefragt. So beschäftigte sich Professor Peter Kurze in seinem Vortrag mit den Besonderheiten der Herstellung von Magnesium sowie den aktuellen und zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs Magnesium.

Zunächst brachte Kurze einen historischen Abriss zur Gewinnung und Verwendung von Magnesium. 1808 wird erstmals von H. Davy Magnesium hergestellt. 1833 produziert Michael Faraday erstmals Magnesium mittels Elektrolyse. Das war und ist die Grundlage für die heutige Produktion. Weitere wesentliche Schritte waren 1886 der Beginn der ersten industriellen Produktion von Magnesium in der Aluminium-Magnesium-Fabrik Hemeling bei Bremen und 1916 die Herstellung von elektrolytischem Magnesium durch die DOW Chemical Corporation in den USA. In den 20iger und 30iger Jahren des 19. Jahrhunderts wird zunehmend Magnesium in deutschen Autos verbaut. Die niedere Dichte machte Magnesium schon früh für mobile Anwendungen interessant. So baut beispielsweise OPEL 1922 einen Motorradmotor mit Magnesium-Kurbelgehäuse und Magnesiumkolben und der „Adler Standard R6“ enthält 73,8 kg Magnesium-Teile. Nach 1930 verwendete man Magnesiumlegierungen zunehmend im Flugzeugbau, denn die mit ihnen möglichen Gewichtseinsparungen, erlaubten energieeffizientere Flüge wie auch höhere Zuladung. All dies führte zu einem raschen Ausbau der Magnesiumerzeugung in Deutschland. In den 30iger Jahren stellte Deutschland so viel Magnesium her, dass kein Zukauf erforderlich war.

Kurze führte weiter aus, dass 1941 erstmals Magnesium aus Meerwasser durch die DOW Chemical in den USA hergestellt wurde. 1951 beginnt Norsk Hydro (Norwegen) und 1997 Israel mit der Produktion von Magnesium aus Meerwasser.

Magnesiumlegierungen sind mit dem heutigen Stand der Technik sehr gut händelbar und rücken diesen Konstruktionswerkstoff weiter in den Vordergrund. Heute werden Magnesiumlegierungen nicht allein unter dem Gesichtspunkt Gewichtsersparnis verwendet, sondern sie zeichnen sich zudem durch hohe Dämpfung aus. Dies führt bei Schwingungsbelastung zu einer Verringerung der Vibration und Geräuschemission. Auch aus diesem Grunde sind Magnesiumlegierungen interessante Werkstoffe im Motorenbau, wie überhaupt im Automobilbau geworden. Kurze erläuterte im Folgenden einige interessante Anwendungsfälle:

  • Automobilbau
  • Lenkgetriebe Gehäuse
  • Steuerwalzen für Scheinwerfer
  • Cockpit
  • Luft- und Raumfahrtindustrie
  • Hochfrequenz-Verstärkerrohre in Telekommunikationssatelitten
  • Gelenke für Solar-Panel
  • Medizintechnik (Stent-Implantationen)

Auch an Kurze an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für seinen aufschlussreichen Vortrag.

Viel Zuspruch fanden die Programmangebote „Offenes Werktor“ und „Galvanotechnik zum Anfassen“. Im Rahmen des „Offenen Werktores“ führte Thilo v. Vopelius durch die Vopelius Chemie AG und machte die über 30 Teilnehmer mit den von der Vopelius Chemie AG vorgenommenen zukunftsweisenden Restaurierungen alter Industriebauten vertraut.

In der Mustergalvanik wurde die Vergoldung von kleinen Aluminium-Münzen demonstriert. Den Besuchern wurde anschaulich vorgeführt, wie galvanotechnische Beschichtung funktioniert. Das Ergebnis – die vergoldete Münze – wird gern als Souvenir mitgenommen.

Nach dem guten Erfolg in 2016 wurde auch in diesem Jahr eine Plakat-Ausstellung von 30 Plakaten in das Programmangebot integriert. Gezeigt wurden Plakate zum Thema „ Internationale Plakate zur Gegenwart“, die von Herrn Fiedler, Verein zur Förderung visueller Kultur plakat-sozial e. V., zur Verfügung gestellt wurden.

  • Abgerundet wurde das Programmangebot durch die ganztägigen Filmvorführungen
  • Werk- und Werbefilm der Langbein-Pfanhauser Werke AG von 1925
  • Die Entwicklung auf dem ehemaligen Gelände der Galvanotechnik Leipzig nach 1990 (von Wolfgang Rittenschober)
  • Kunststoffgalvanisieren (aufgenommen durch SMK GmbH Oberlungwitz)
  • Vergolden von Münzen

Die Veranstalter sind mit dem Ergebnis der Veranstaltung zufrieden und werden die geknüpften Kontakte weiter ausbauen, um das Museum für Galvanotechnik in der Museenlandschaft der Stadt Leipzig weiter voran zu bringen.

8.1.18 Marion Regal


Nachdrucke & Film

Neuauflage des historischen Buches „Praktische Anleitung zum Galvanisieren von Metallen“ von Wilhelm Pfanhauser, Wien 1878 als Nachdruck.

Sie können dieses Buch beim VDMG e.V. zum Preis von 130,00 EUR zzgl. 5,00 EUR Versandkosten beziehen. Die Auflage ist limitiert auf 100 Exemplare.

VERGRIFFEN/AUSVERKAUFT

Wegen der regen Nachfrage für historische Fachbücher hat sich der Verein entschlossen, die 1. Auflage des Fachbuches von Dr. Georg Langbein aus dem Jahre 1886 ebenfalls in einer aufwendigen originalgetreuen Aufmachung herstellen zu lassen. Vorbestellungen bitte an info(at)vdmg.de

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Der Werbefilm über die Langbein-Pfannhauser Werke AG auf DVD in schwarzweiss aus dem Jahre 1925 ist im Museums-Shop des Vereins erhältlich. Die Unkostenpauschale dafür beträgt 12,00 EUR zzgl. 3,00 EUR Versandkosten.

DVD Werkfilm LPW - Kopie

 

 

 

 

 

Medaille 30×2 Millimeter

Auf der Vorderseite befindet sich das geprägte Museums-Logo und der Schriftzug „Leipzig Wiege der Galvanotechnik in Deutschland“
Auf der Rückseite geprägt sind ein galvanisches Element und der Schriftzug „Verein Deutsches Museum für Galvanotechnik gegründet 2010 in Leipzig“

erhältlich im Museums-Shop

Buch „Leipzig – die Wiege der Galvanotechnik in Deutschland“
(von Dr. Ulrich Vieweger)

Eine Chronik der Firmen von Wilhelm Pfanhauser Wien 1873 bis 1907 und Dr. Georg Langbein Leipzig 1881 bis 1907, Band I, 188 Seiten, Einband Leinen

 

 

Ebenfalls erhältlich im Museums-Shop


Veröffentlichungen

Unser Vereins- und Vorstandsmitglied Dr. Vieweger hat in der Zeitschrift Galvanotechnik vom Eugen G. Leuze Verlag, Bad Saulgau seit 2010 in unregelmäßigen Abständen bisher 15 Teile des Beitrages “Historischer Spaziergang durch Leipzig – die Wiege der Galvanotechnik in Deutschland” veröffentlicht. Dabei wird die Geschichte der Galvanotechnik am Standort Leipzig in der Zeit von 1873bis 1948 und in Wien von 1873 bis 1907 in über 100 Seiten mit zahlreichen Bildern beschrieben.

Desweiteren hat Herr Dr. Vieweger in den „Leipziger Blättern„, Nr. 62, Frühjahresausgabe (ein Journal der Kulturstiftung Leipzig mit über 90 Seiten) die Veröffentlichung eines Artikels über die Galvanotechnik initiiert, der von Ralph Gambihler mit dem Titel „Vernickelt, verchromt, verkupfert“ geschrieben die Geschichte der Galvanotechnik in Leipzig umreist.